Faszien

Unter dem Begriff „Faszien“ werden verschiedene Arten des Bindegewebes zusammengefasst.

Sie beginnen direkt unter der Haut und umhüllen als dreidimensionales Netzwerk alle inneren Strukturen des Körpers. Das Faszien-Netzwerk hält auf diese Weise die einzelnen Muskeln, Gelenke und Organe zusammen, stabilisiert und verbindet sie. Zart und elastisch sorgen sie für eine geschmeidige und gleitende Beweglichkeit. Bei länger anhaltender Belastung können sich die Faszien jedoch verkürzen, verkleben und ihre Elastizität verlieren; Bewegungseinschränkungen und Schmerzen sind oft die Folge.

Die ROLFING®-Methode arbeitet zwar an der äußeren Hautschicht, aber durch eine spezielle Art der Berührung werden über das vielschichtige Faszien-Netzwerk auch tief liegende Körperstellen erreicht.

Das Faszien-Netzwerk ist mit zahlreichen Zellen, Nerven, Rezeptoren, Blutgefäßen und einer Flüssigkeit ausgestattet. Faszien können sich eigenständig zusammenziehen. Der Spannungszustand wird durch Botenstoffe unseres Nervensystems gesteuert, Stress erhöht beispielsweise die Faszienspannung. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine elastische Federung der Faszien nicht nur die Verletzungsgefahr bei Sportlern senkt, sondern zudem die Kraftübertragung bei Bewegungen optimiert und die Muskelkraft steigert. In den Trainingsprogrammen vieler Profisportler gewinnt das „Faszien-Training“ zunehmend an Bedeutung.

Faszien sind mit zahlreichen Rezeptoren ausgestattet. Diese Schaltstellen reagieren auf Druck, Dehnung, Muskelanspannung und machen das Faszien-Netzwerk zu einem wichtigen Sinnesorgan für die Körperwahrnehmung (Propriozeption). Während der ROLFING®-Behandlung wird über diese Rezeptoren mit dem Nervensystem Kontakt aufgenommen und dadurch Einfluss auf die Schmerz- und Körperwahrnehmung genommen. Der Spannungszustand der quergestreiften Muskulatur sinkt; durch die Arbeit im Gewebe werden Verklebungen gelöst und die zarte, elastische Beschaffenheit der Faszien wiederhergestellt.